Wahrnehmungspositionen

Jede Kommunikation zwischen Menschen kann von unterschiedlichen Wahrnehmungspositionen aus betrachtet werden. Im NLP unterscheiden wir folgende Wahrnehmungspositionen: In der ersten Wahrnehmungsposition erlebt man das Geschehen assoziiert und durch die eigenen Sinne. Man ist also vollständig involviert und bei seinen eigenen Wahrnehmungen. In der zweiten Wahrnehmungsposition versetzt man sich in sein Gegenüber und nimmt dessen Position ein. Hier ist man vom Erleben der eigenen Gefühle möglichst dissoziiert, dafür jedoch assoziiert mit den (möglichen) Wahrnehmungen des Gegenübers. Insbesondere die zweite Wahrnehmungsposition setzt ein gewisses Maß an Empathie voraus.

In der dritten Position ist man vollständig dissoziiert sowohl von den eigenen Wahrnehmungen, als auch von denen des Gegenübers und schaut aus dieser Position auf das, was zwischen einem selbst und dem anderen abläuft. In der vierten Wahrnehmungsposition schließlich, schaut man auf die systemischen Zusammenhänge und auf die ablaufenden Prozesse. Die vierte Wahrnehmungsposition ist auch bekannt als die Metaebene oder Metaperspektive. Es gibt keine Wahrnehmungsposition die besser oder schlechter ist, als eine andere. Wie gut eine Wahrnehmungsposition für das aktuelle Geschehen geeignet ist, bestimmt immer der Kontext. Es ist also auch hier sinnvoll und bereichernd, über möglichst viel Flexibilität in der Wahl der geeigneten Position zu verfügen.

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