Sekundärgewinn

Der Sekundärgewinn bezeichnet den meist unbewussten Vorteil, den eine Person aus einem unerwünschten Verhalten oder einem Krankheitssymptom zieht. Ein Beispiel hierfür ist eine Person, die die Persönlichkeitseigenschaft hat, immer alles für alle zu tun. Obwohl sie es oft genug nicht tun möchte, zwingt sie ihr Muster förmlich dazu. Diese Person könnte nun beispielsweise psychosomatische Kopfschmerzen entwickeln, sodass sie eine Rechtfertigung vor sich selbst und anderen hat, nicht mehr alles für alle tun zu müssen, sondern sich auszuruhen und an sich selbst zu denken. Somit haben die Kopfschmerzen für die Person nicht nur Nachteile, sondern sie zieht auch einen Sekundärgewinn daraus.

Bei vielen angestrebten Veränderungen steht der Sekundärgewinn der Erreichung des gewünschten Ziels gegenüber. Ein NLP-Format, um mit dem Sekundärgewinn so umzugehen, dass die Vorteile des unerwünschten Verhaltens oder Symptoms erhalten bleiben, ohne dass jedoch das Symptom oder Verhalten weiterhin gebraucht wird, ist beispielsweise das Six-Step-Reframing.

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