Physiologie

Der Begriff Physiologie beschreibt die natürlichen Lebensvorgänge bei Menschen, Tieren und Pflanzen. In der Medizin sind mit Physiologie in erster Linie die natürlichen Abläufe im Körper gemeint, z. B. auf der biochemischen Ebene. Im Sinne des NLP meint der Begriff den körperlichen Teil eines bestimmten inneren Zustandes (State), dessen Wechsel sich anhand von bestimmten Merkmalen äußerlich beobachten lässt. Im NLP Coaching achten wir hauptsächtlich auf den visuellen und auditiven Selbstausdruck unseres Klienten, um daraus Rückschlüsse auf seinen aktuellen inneren Zustand (State) ziehen zu können. Physiologie bezeichnet also im NLP den äußerlich wahrnehmbaren körperlichen Ausdruck eines inneren Zustands (State) einer Person.

Visuell können beispielsweise äußerlich die Atemtiefe, der Atemrhythmus, die Augenlidreflexe, der Muskeltonus, die Weite der Pupillen, die Körperhaltung, Mimik und Gestik, etc. wahrgenommen werden. Auditiv sind es das Timbre, die Tonlage, Stimmmelodie, Lautstärke, der Sprechrhythmus, etc. Während eines NLP Coachings achtet der NLP Coach auf die Physiologie seines Klienten, um Hinweise auf den Wechsel der inneren Zustände (States) seines Gegenübers zu erhalten.

Wichtig ist es, sich auf jeden Menschen individuell einzustellen (kalibrieren), denn jeder Mensch zeigt indivuelle Unterschiede im Ausdruck seiner Physiologie. Im NLP unterscheidet man im Wesentlichen 5 verschiedene Physiologien.

NLP Physiologien

NLP Physiologie, NLP-Coaching, Neurolinguistisches Programmieren, Coaching, Problemphysiologie, Zielphysiologie, Ressourcenphysiologie, Versöhnungsphysiologie, Mischphysiologie
  1. Problem-Physiologie: Dies ist der körperliche Zustand (State), den ein Mensch zeigt, wenn er an ein Problem denkt und keine Lösung sieht. Menschen, die in einem Problem-State stecken, zeigen eine Problem-Physiologie. Für den NLP Coach ist es allein schon deshalb wichtig, die Problem-Physiologie seines Klienten zu erkennen, da in dem hiermit verbundenen State keine wirksame Veränderungsarbeit möglich ist.
  2. Ziel-Physiologie: Diese Physiologie entsteht, wenn Menschen an ihre Ziele denken und diese assoziiert erleben. Die Ziel-Physiologie muss vom NLP Coach unter anderem auch deshalb erkannt werden, weil sie ein Indikator dafür ist, dass eine NLP Intervention erfolgreich war.
  3. Ressource-Physiologie: Wenn ein Mensch an seine Ressourcen denkt und sich Zugang zu ihnen verschafft, also in einem Ressource-State ist, nimmt er eine Ressource-Physiologie an. Ressource-Physiologien können, wie alle anderen Physiologien auch, unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie erlauben dem NLP Coach somit einen Rückschluss auf die Stärke der jeweiligen Ressource und damit auf deren veränderungswirksames Potenzial.
  4. Versöhnungs-Physiologie: Diese Physiologie entsteht, wenn ein Mensch merkt, dass sein Symptom oder Problem nicht ausschließlich negative Seiten hat, sondern auch bisher wenig beachtete positive Aspekte. Eine Versöhnungs-Physiologie entsteht zum Beispiel nach einem gelungenen Reframing.
  5. Misch-Physiologie: Dies ist eine Mischung zwischen Problem- und Ressource-Physiologie, die im NLP häufig vorkommt, denn viele Formate haben zum Ziel, dem Klienten in einem Problemkontext zu neuen oder bisher ungenutzten Ressourcen zu verhelfen.

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