EMDR

EMDR steht für Eye Movement Desensizitation and Reprocessing und wurde von der amerikanischen Psychologin und Literaturwissenschaftlerin Francine Shapiro (*1948) als Methode zur Traumabearbeitung entwickelt. Diese Methode beruht im übertragenen Sinne auf den Verknüpfungen zwischen der Blickrichtung und der damit assoziierten neurologischen Aktivität im Gehirn, wie sie auch bei den Augenzugangshinweisen zum Tragen kommt. Das EMDR-Verfahren gliedert sich in mehrere Stufen.

Ein wesentliches Element dabei ist, dass der Klient sich ein Bild seines Problems macht und es auf die Handfläche des Coachs projiziert. Dieser führt dann gezielte Bewegungen mit seiner Hand vor den Augen des Klienten aus, wobei dieser nur mit den Augen den Bewegungen des Coachs folgt und dabei das Bild aufrecht erhält. Dadurch wird das Problem durch alle neurologischen Ebenen geführt, was unter anderem zu einer Dissoziation der problembezogenen negativen Emotionen als auch zu einer Verbesserung der Zusammenarbeit beider Hirnhälften führt.

EMDR verbindet die Desensibilisierung mit einem lösungsorientierten Ansatz, was es dem Klienten zusätzlich ermöglicht, neue und konstruktive Verhaltensweisen zu bilden, die ihm dabei helfen sollen, sein ursprüngliches Problem ganzheitlich zu lösen und ein Wiederauftreten des Problems zu verhindern.

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