Hilfe! Ich habe beim Abnehmen zugenommen – Was mache ich falsch?

Hilfe! Ich habe beim Abnehmen zugenommen - was mache ich falsch?

Jeder, der schon mal eine Diät gehalten oder sonstwie versucht hat, Gewicht zu verlieren, kennt das: Da geht es eine ganze Zeit wunderbar bergab mit den Kilos und am nächsten Wiegetag trifft uns fasst der Schlag:

Wie kann es sein, dass ich 2 Kilo mehr wiege, obwohl ich nur Grünzeug futtere?

Dabei wissen alle Abnehm-Erfahrenen: Gewichtsschwankungen um bis zu 3 Kilo pro Tag sind beim Abnehmen völlig normal und haben hauptsächlich mit Wassereinlagerung, Darminhalt, parallelem Muskelaufbau und ähnlichen physiologischen Vorgängen im Körper zu tun. Trotzdem wurmt es! Wie Du damit gelassen umgehst, zeige ich Dir in den folgenden Zeilen.

Die Waage zeigt Dein Gewicht - sonst nichts!

Jetzt ist es mir auch passiert. Da war ich kurz davor, die 100 Kilo-Marke zu knacken und zwar diesmal in die richtige Richtung - da zeigt die Waage beim heutigen Wiegen Plus 1,4 Kilogramm. Ich unterdrücke den Impuls, das blöde Ding durchs Fenster zu schleudern, nur aus Angst, ich könnte die Stute auf der Wiese hinter unserem Haus am Kopf treffen. Das ist gerade alles, was mich davon abhält. Kennst Du das Gefühl?

Stell Dir mal zwei Leute vor. Einen stark Übergewichtigen Menschen mit hohem Körperfettanteil und einen Bodybuilder, der quasi nur aus Muskeln besteht und unter 10% Körperfett hat. Beide wiegen exakt das Gleiche und sind gleich groß und gleich alt. Sie haben also beide auch denselben BMI. In dem Fall sind beide übergewichtig. Bekommst Du eine Idee davon, was ich sagen will?

So gehe ich mit Schwankungen auf der Waage um:

  1. Überprüfe, ob Du irgendetwas anders gemacht hast. Hast Du Dich gestern oder die letzten Tage anders ernährt, andere Getränke zu Dir genommen, Dich mehr oder weniger bewegt, als sonst? - Ich selbst habe vor rund einer Woche wieder mit dem Krafttraining begonnen (war schon früher eine Leidenschaft von mir) und hatte in der Folge mehr Hunger als sonst. Mein Körper baut gerade nicht nur zusätzliche Muskelmasse auf (die ja bekanntlich bei gleichem Volumen dreimal schwerer ist als Fett) sondern füllt ebenso die Glykogenspeicher in meiner Muskulatur auf, um zukünftige Trainingseinheiten besser absolvieren zu können. Diese Glykogenspeicher machen bis zu 1% des Körpergewichts aus - in meinem Fall also rund 1 Kilo. Deshalb ist es völlig normal, dass mein Körper mir nach dem Training signalisiert, dass er jetzt hungriger ist und auch auf andere Speisen Appetit hat. Er braucht schlichtweg Bau- und Brennmaterial. Würde ich einer strikten Diät folgen, würde ich ihm genau diesen Mehrbedarf jetzt verweigern und er würde in Stress kommen (und ich schlechte Laune bekommen).
  2. Gewicht ist nicht alles. Hast Du zwar auf der Waage zugenommen, aber merkst an Deiner Körperform, Deinem Körpergefühl oder an den Klamotten, dass Du fitter bist, als früher? - Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich bereits, dass sich meine Körperproportionen in den letzten dreieinhalb Wochen verändert haben. Auch einigen Menschen in meinem direkten Umfeld ist es aufgefallen. Ich hatte zwischendurch fast 6 Kilo abgenommen und konnte den Gürtel ein Loch enger schnallen. Daran hat sich trotz der 1,4 Kilo mehr nichts geändert. Wenn ich die Treppen zu meiner Coachingpraxis hinauf steige, mit unseren beiden Hunden Tilda und Oskarchen den Berg auf unserer Gassirunde hinauf gehe oder auf dem Trampolin trainiere, habe ich viel mehr Luft als noch vor einem Monat. Ich sehe objektiv besser aus und meine Kleidung fällt anders. All das signalisiert mir: Ich bin auf dem richtigen Weg, egal, wie mein Gewicht schwankt.
  3. Widerstehe der Frustrationsfalle! Das wäre jetzt eine super Gelegenheit, um sich einzureden, dass das Ganze ja ohnehin keinen Sinn hat, den Opfer-Blues zu singen und aus lauter Frust einen Fressanfall zu bekommen. Nach dem Motto: Jetzt ist ohnehin alles verloren. Da schleicht sich der Teufel durch die Hintertür rein und versucht Dich zu verführen, alles hinzuschmeißen. Stattdessen könntest Du Deine reaktiven Gefühle wahrnehmen und konstruktiv damit umgehen.
  4. Setze Dich mit Deinen Frustrations- und Versagensgefühlen auseinander. Solche Begebenheiten sind eine wundervolle Gelegenheit für Heilung und Wachstum. Spüre in Dich und Deine Gefühle hinein. Was macht es mit Dir, dass Dein Gewicht wieder gestiegen ist, obwohl Du Dich doch so angestrengt hast, alles richtig zu machen? Fühlst Du Dich wie eine Versagerin? Kommst Du mit Gefühlen der Ohnmacht und Hilflosigkeit in Berührung? Erlebst Du Dich hoffnungslos und ohne Perspektive? Kommen Dir diese Versagensgefühle bekannt vor? Woher kennst Du sie noch in Deinem Leben? Du hast versucht, auch solche Gefühle regelmäßig mit Essen zu bekämpfen, nicht wahr? Ich habe es definitiv getan. Wie lang ist der Zopf dieses Gefühls? Wie weit reicht es in Deine Vergangenheit zurück? Beobachte, was aufsteigt. Allein dieses Wahrnehmen verändert etwas. Deine Gefühle werden nicht mehr weggeschoben und unterdrückt sondern dürfen sein, werden gesehen und bekommen Raum. Es gibt noch eine wundervolle zusätzliche Möglichkeit, die aufkommenden und tief in uns verankerten Gefühle der Schuld, Scham, des Versagens und der Hoffnungslosigkeit zu heilen, die durch solch ein Ereignis ausgelöst werden. Ich wende sie bei mir selbst und regelmäßig in der Zusammenarbeit mit meinen Coaching-Klienten an:
  5. Heile die zugrunde liegenden Gefühle. Hierzu nutze ich bei mir selbst (es sei denn, es geht zu tief - dann gehe ich auch zu Kollegen, weil niemand alles bei sich selbst alleine heilen kann) solch wundervolle Techniken zum Lösen emotionaler Blockaden wie EMDR und ROMPC, mit denen es möglich ist, tiefsitzende Verletzungen ein für allemal zu überwinden. Auch die Verletzungen, die der Treibstoff für unser emotionales Essverhalten sind. Wenn die Gefühle, die durch einen Essanfall unterdrückt werden sollten, geheilt sind, hat sich auch der Grund für den Essanfall aufgelöst.

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