Mit dieser kleinen buddhistischen Übung machst Du dem inneren Kritiker den Garaus

Mit dieser kleinen buddhistischen Übung machst Du dem inneren Kritiker den Garaus

Die Feiertage sind vorbei und das neue Jahr beginnt mit dem üblichen Wust an guten Vorsätzen, von denen wir uns bei den meisten schon vorher insgeheim fragen „Na, ob ich’s diesmal durchhalte?“.

Vor dem Gang zur unfreundlichen Waage wischen wir uns schnell noch eine kleine Schweißperle von der Stirn und das Ergebnis des Wiegens fällt dann auch wie erwartet aus – schon meldet sich diese altbekannte Stimme im Kopf „Du wirst auch immer fetter!!“.

Schon wieder ist eine Beziehung in die Brüche gegangen und unser innerer Kritiker hat nur einen Schluss parat „Ist doch klar, dass dir das immer wieder passiert. Du reichst nicht, bist nicht genug. Er möchte lieber alleine, als mit Dir zusammen sein oder sich eine andere suchen, die mehr zu bieten hat.“

Diese uncharmante Stimme gehört zum inneren Kritiker, jenem ungemütlichen Teil unserer Persönlichkeit, der uns unablässig mit überzogenen Ansprüchen abgleicht und der garantiert immer ein Haar in der Suppe findet. Notfalls bringt er es eben selbst mit. Manche von uns haben einen eher milden inneren Kritiker, der sich nur ab und an bei seinen Lieblingsthemen meldet. Dann, wenn wir zu sehr von seinem vorgegebenen Kurs abgekommen sind.

Andere sind mit einem regelrechten inneren Peiniger geschlagen, dessen konstante Tiraden schon an emotionalen Missbrauch grenzen. Wir würden wohl kaum einem echten Menschen erlauben, uns so zu behandeln. Es hätte auch Straftatbestand.

Natürlich muss ich hier nicht andeuten, welche fatalen Auswirkungen ein übereifriger innerer Kritiker auf unser Selbstwertgefühl und unsere Selbstachtung hat. Die Folgen können verheerend sein. Doch auch schon leichtere Fälle kosten uns ein großes Maß an Lebensqualität, indem sie unsere Stimmung senken und uns davon abhalten, den Platz im Leben einzunehmen, der uns von Natur aus zustehen würde.

Um mit einem destruktiven inneren Kritiker konstruktiv umgehen zu können, gibt es verschiedene bewährte Wege. In meiner Praxis nutze ich beispielsweise Techniken aus dem Bereich der Teilepsychologie oder das Verfahren ROMPC®, welches sehr effektive Formate zum Umgang mit destruktiven Persönlichkeitsteilen kennt.

Hier und Heute möchte ich Dir eine Übung vorstellen, die Du selbst mit Erfolg anwenden kannst. Ich schätze an ihr, dass sie ebenso simpel wie effektiv ist. Sie wird Deine Selbstkontrolle stärken, wird Dir helfen, destruktive Gedanken zu unterbrechen und Hindernisse aus dem Weg räumen, die den Kontakt zu Deinem Wesenskern versperren.

Wenn Du von ihrem vollen Potenzial profitieren möchtest, solltest Du sie für die nächsten Wochen zu einem täglichen Ritual machen. Nimm Dir dafür mindestens zehn Minuten Zeit. Solltest Du am Anfang Schwierigkeiten haben, die gesamte Zeit konzentriert zu bleiben, starte mit 2 oder drei Minuten und steigere dann jeweils im Einklang mit Deinen Fortschritten, bis Du bei zehn Minuten täglich angelangt bist.

Am Besten sorgst Du dafür, dass Du während der Übung vollkommen ungestört bist. Du weißt, wie das geht. Telefon auf lautlos, Klingel abstellen, Festnetzhörer daneben, Kinder vorübergehend ins Tierheim bringen. Gehe dann wie folgt vor:

  1. Schließe die Augen, ruckel Deinen Körper so lange zurecht, bis Du in einer angenehmen Position bist, die Du zehn Minuten durchhalten kannst, ohne Verspannungen zu bekommen. Um nicht müde zu werden, hat es sich bewährt, die Übung im Sitzen und nicht im Liegen auszuführen.
  2. Konzentriere Dich dann auf Deinen Atem. Lass ihn kommen und gehen, wie er möchte. Nicht Du atmest, sondern Du wirst geatmet. Behalte das für ein paar Atemzüge bei, bis Du merklich spürst, dass Du innerlich ruhiger wirst.
  3. Stelle Dir dann vor Deinem inneren Auge eine weiße Leinwand vor. Es kann eine Kinoleinwand, eine weiße Wand oder eine Staffelei wie Künstler sie verwenden sein.
  4. Bleibe für die nächsten zehn Minuten ausschließlich auf die weiße Leinwand konzentriert. Du wirst – gerade als Anfänger – bemerken, wie häufig Gedanken auf Dich einstürmen und oft sogar lauter und drängend werden, je mehr Du Dich auf die Leinwand konzentrierst. Das ist normal. Kehre einfach immer wieder zu Deiner weißen Leinwand zurück. Treten Gedanken oder Bilder während der Übung auf, so schiebe sie einfach immer wieder über den Rand Deiner Leinwand beiseite.
  5. Egal, wie gut Dir die Umsetzung gelingt, wichtig ist, dass Du wirklich darauf achtest, so stark wie möglich auf Deine reine weiße Leinwand konzentriert zu bleiben und sie rein zu halten.
  6. Nach rund zehn Minuten voller Konzentration kannst Du die Übung beenden, indem Du ein paar Tiefe Atemzüge nimmst, die Winkel Deiner Gelenke veränderst und behutsam die Augen öffnest.

Solltest Du an einem Tag mal besonders müde oder unkonzentriert sein, dann ist es besser, drei Minuten mit voller Konzentration, als 30 Minuten mit halbherziger Aufmerksamkeit zu üben.

Probiere es gleich mal aus und lasse mich gerne wissen, wie es Dir mit der Übung ergangen ist. Mir selbst und vielen anderen hat sie bereits gute Dienste geleistet, so simpel sie auch erscheinen mag. Ich wünsche Dir viel Spaß dabei und denke immer daran, warum Du die Übung machst, dann verlierst Du Dein Ziel nie aus den Augen.

Tipp: Wenn Du jetzt noch mehr tun möchtest und in Zukunft liebevoller mit Dir selbst umgehen, Dich mehr wertschätzen und Dich vor allem nicht mehr ständig selbst runter machen möchtest, hilft Dir mein Buch „SELBSTWERTGEFÜHL – Wie es entsteht und wie Du es stärken kannst“.

Dort erhältst Du neben nützlichen Informationen, um Dich selbst und andere besser zu verstehen, auch viele effektive Übungen, mit denen Du Dein Selbstwertgefühl systematisch verbessern kannst.

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Titel-Photo: pixabay.com
Lizenz: CCO Public Domain
Fotograf: josealbafotos

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