Die wichtigste Frage, wenn Du vorankommen willst

Die wichtigste Frage, wenn Du vorankommen willst

„Endgültige Antworten verhindern Entwicklung“
Georg Wilhelm

Hast Du schon mal über die Qualität Deiner Fragen nachgedacht? Nein? Solltest Du! Ich meine nicht die Fragen, die wir anderen stellen. Auch die können selbstverständlich wichtig sein.

„Willst Du mich heiraten?“ oder „Schatz, findest Du nicht auch, dass wir die Kinder ins Tierheim geben und das Kinderzimmer zum Gartenzwergmuseum ausbauen sollten?“ können durchaus ernst zu nehmende Folgen haben.

Noch wichtiger sind allerdings die Fragen, die wir uns selbst stellen. Täglich. Hunderte Male. Und doch gleicht der innere Dialog der meisten von uns eher einer Platte mit Sprung. Es sind immer dieselben Fragen. Wir kennen die Antwort, bevor wir uns die Frage gestellt haben … und verschenken damit ein unglaubliches Potenzial zur persönlichen Weiterentwicklung.

Überflüssig zu erwähnen, dass dieser Frageprozess weitestgehend automatisiert und unbewusst abläuft. Doch was unbewusst geworden ist, kann bewusst auch wieder verändert werden.

Wer auf immer dieselben Fragen immer dieselben Antworten findet, bewegt sich nicht. Dessen Leben zieht stoische Bahnen, wie ein Planet auf seiner Umlaufbahn. Veränderungen treten nur selten und eher passiv auf.

Wenn beispielsweise die Antwort auf die immer wieder neu vorgelegte Frage „Liebe ich meinen Mann eigentlich noch?“ plötzlich anders ausfällt, als die 400.000 Male zuvor.

Wenn wir unser Schicksal (den Teil, den wir selbst mitgestalten dürfen) hingegen selbst in die Hand nehmen wollen, müssen wir uns bessere Fragen stellen.

Die Qualität der Fragen, die wir uns im inneren Dialog stellen, bestimmt, was sich im Lichtkegel unseres mentalen Fokus‘ befindet. Unsere inneren Fragen steuern unsere Aufmerksamkeit. Und zwar unmittelbar!

Energie folgt der Aufmerksamkeit

Natürlich kannst Du einen Raum voller Menschen betreten und Dich als erstes fragen: „Wen finde ich hier gerade besonders abscheulich?“. Oder wie wäre es morgens beim Aufstehen direkt mit einem wohl intonierten „Was wird heute wohl wieder alles schief gehen?“ Ich garantiere Dir, Du wirst Antworten erhalten.

Unser Verstand funktioniert nämlich wie Google. Egal, was wir eingeben, er findet immer Antworten.

Und jetzt mach Dir Folgendes bewusst:

Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, wächst.

Nun prüfe unter diesem Aspekt mal die Qualität der Fragen, die Du Dir normalerweise stellst. Da unser innerer Dialog weitestgehend automatisiert und unbewusst abläuft, kann es einen Moment dauern, bis Du Zugang bekommst. Macht aber nichts. Es ist die Mühe mehr als wert. Nimm Dir die Zeit, die Du brauchst.

Und? Bringen Dir Deine üblichen Fragen die Ergebnisse, die Du Dir wünschst? Geben sie Deinem Leben eine Richtung, die Dir erstrebenswert erscheint? Lässt Du durch Deinen mentalen Fokus Blumen sprießen oder Unkraut gedeihen?

Wenn Dir nicht gefällt, was Du soeben über Deine Fragen und Antworten erfahren hast, ändere sie! Stelle Dir für eine Zeit ganz bewusst andere, bessere Fragen. So lange, bis Du nicht mehr darüber nachdenken musst. Bis Du Dir völlig automatisiert neue Fragen stellst, die zu neuen Antworten führen und in Deinem Leben erblühen lassen, was Du wirklich darin wachsen sehen möchtest.

Wie wäre es statt des des gewohnt langweiligen „Warum immer ich?“ oder „Weshalb mag mich eigentlich niemand außer meiner geerbten Galapagos-Schildkröte?“ beispielsweise mit Fragen wie:

  • „Mein Gott, wie verdammt gesegnet bin ich eigentlich?“
  • „Was für ein wundervoller Tag, vollgepackt mit fast unbegrenzten Möglichkeiten, zu sein, wie ich sein möchte und gemeint bin das wohl sein mag?“
  • „Was ist bisher unter meinem Radar geflogen, wofür ich noch dankbarer sein könnte?“
  • „Wen möchte ich heute ganz besonders lieben?“
  • „Wen mache ich heute zum glücklichen Opfer meiner unwiderstehlichen Anlächel-Attacke?

Besser? Dann bleib dabei. Du darfst Dir gerne weitere ausdenken.

Wo liegt das größte Wachstumspotenzial

Du möchtest noch eins draufsetzen? Bitteschön!

Es gibt eine Frage, die jeder in seinem Repertoire haben sollte, der die Sache mit der persönlichen Weiterentwicklung (Persönlichkeitsentwicklung, Persönlichkeitswachstum, Straße zur Erleuchtung, Nirwana-Highway – nenne es, wie Du willst) wirklich ernst meint.

Auf welchem Weg werde ich am meisten wachsen?

Natürlich sind wir darauf programmiert Schmerz zu vermeiden und Freude zu suchen. Sonst hätten wir kaum bis heute überlebt. Womit dann jemand Schmerz und Freude verbindet, steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt und dass beides manchmal dicht beieinander liegen kann, dürfte sich mittlerweile auch rumgesprochen haben. Wenn Du Dir das schwer vorstellen kannst, frag mal die Uschi von Deinem örtlichen SM-Studio. Die wird Dir Geschichten erzählen können. Wir Menschen sind eben komplexe und vielschichtige Wesen.

Na gut! Wir wollen den bequemen Weg. Was auch immer das im Einzelfall für uns bedeuten mag. Daran ist nichts verkehrt. Es ist energieeffizient. Es hilft, Kräfte zu sparen. Aber es ist auch langweilig, klein und wird unserem wahren Potenzial als die wunderbaren Wesen, die wir sind, selten gerecht.

Der bequeme Weg liegt, wie der Name unschwer vermuten lässt, innerhalb unserer Bequemlichkeitszone. Persönliche Weiterentwicklung meidet Bequemlichkeit jedoch wie der Teufel das Weihwasser oder wie Schlagerfans Techno Partys.

Wenn Du also das nächste Mal am Scheideweg stehst; wenn Du nicht weißt, welche Entscheidung die Richtige ist (wenn es denn so etwas gibt); wenn Dir nicht klar ist, nach welchen Kriterien Du Dich entscheiden sollst, dann kann diese Sichtweise eine mehr als lohnende Alternative sein.

Das hat Gründe.

Probleme lösen oder überwachsen?

Im Umgang mit so genannten Problemen (manche nennen sie einfach ‚Herausforderungen‘ und meinen, sie damit gelöst zu haben) haben wir ja alle so unsere bevorzugten Strategien. Aufschieben, verdrängen, ignorieren, delegieren oder für alle Coaching-Geschädigten: Einfach ganz lösungsorientiert lösen.

(Für mehr gut gemeinte Versuche, nervigen Problemen aus dem Weg zu gehen, siehe auch: Abwehrmechanismen – Bloß weg damit aus dem Bewusstsein)

Egal, wie wir unsere Probleme auch angehen oder nicht angehen, fast immer haben wir dabei konkret nur das eine Problem im Blick, das uns aktuell zu schaffen macht. Wir realisieren kaum bis gar nicht, was dazu geführt hat, dass wir es überhaupt haben; was es entstehen ließ; wie wir es aufrecht erhalten und sein Verschwinden verhindern; wie wir immer wieder ähnliche Probleme in unser Leben einladen, sobald wir eines scheinbar gelöst haben. Ganz lösungsorientiert, versteht sich.

Fragen wir uns hingegen, wie wir angesichts dessen, was vor uns liegt; was es zu lösen oder zu entscheiden gilt, das größte persönliche Wachstum erzielen können, werden wir im Ergebnis mehr als ein Problem gelöst haben. Wir werden es überflüssig gemacht haben. Problem gelöst. Lektion gelernt. Keine weiteren Wiederholungen notwendig.

Wir sehen das große Bild. Erkennen, wie wir selbst dort hineinpassen. Nehmen wahr, dass das Problem ohne uns gar nicht bestehen könnte. Sehen, dass unser Problem uns braucht, um überhaupt existieren zu können. Wir erkennen auch, dass es ohne uns kein Problem gäbe.

Wir durchschauen das, was im Sanskrit als Anātman bekannt ist und von Buddha als eines der drei Merkmale des Leidens gelehrt wurde. Unsere Blindheit dafür, dass alles im Leben zusammenhängt, miteinander ver- und durchwoben ist. Alles, was von dem, was wir als unser ICH bezeichnen wahrgenommen wird, kann nicht davon getrennt werden. Wahrgenommenes und Wahrnehmendes verschmelzen.

Wenn Du Dich also das nächste Mal fragst, ob Du Dich von Deinem Partner trennen sollst, während Du intuitiv spürst, dass es der bequeme Weg wäre und Weglaufen bedeutet, oder ob Du Deinen Goldfisch wirklich zur Adoption freigeben möchtest, um Platz für diese schicken erbsbreigrünen Orchideen zu schaffen, die das Gartencenter gerade im Angebot hat, kann die Frage nach dem Weg mit dem meisten Wachstum eine lohnende Alternative sein.

Besonders beim Verlassen von Partnern und Weggeben von Goldfischen hat sich darüber hinaus ein wertvoller Leitgedanke bewährt:

Bevor Du eine Situation verlässt, prüfe, ob Du erfüllt hast, was sie von Dir verlangte.

Ob und wann das der Fall ist, kannst nur Du selbst entscheiden. Aber so ziemlich alles andere wäre Weglaufen. Und das kommt langfristig selten gut. Irgendwann geht uns die Puste aus und die verpasste Lektion holt uns ein. Aber das weißt Du ja selbst.

Tipp: Wenn Du Dich selbst gerade mit einer schweren Entscheidung rumschlägst oder Dich generell mit Entscheidungen schwer tust, findest Du in meinem Buch „Wie man die richtigen Entscheidungen trifft“ alles, was Du brauchst, um in Zukunft einfach, schnell und zielsicher zu entscheiden.

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Titel-Photo: pixabay.com
Lizenz: CCO Public Domain
Fotograf: JJones17

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