Warum Affirmationen Zeitverschwendung sind

Affirmationen funktionieren nicht

„Zu glauben ist schwer, nichts zu glauben ist unmöglich.“
Victor Hugo

„Stell Dir einfach nur immer wieder vor, Dein Hunger wäre gestillt und das Universum sorgt dafür, dass Dir die gebratenen Tauben freiwillig in den Mund fliegen.

Falls es nicht klappt, streng‘ Dich mal ein bisschen an. Härter dran glauben! Chakka!“

Ausgemachter Blödsinn, wenn Du mich fragst.

Und ich habe es wirklich probiert. Okay. Nicht mit gebratenen Tauben. Ich bin Vegetarier.

„Die Macht des Unterbewusstseins“, „The Secret“, „Bestellungen beim Universum“, „Das Master-Key-System“

Ich kenne sie alle. Und ich bin frustriert. Wie Millionen andere auch.

Nicht nur, weil ich den Buchpreis nicht zurückerstattet bekomme. Sondern weil ich in meinem Leben einige hundert Stunden in etwas investiert habe, das mir am Ende nur wieder beweist, dass ich einfach zu doof bin. Offensichtlich.

Oder dass mir der Killerinstinkt beim Affirmieren fehlt. Whatever.

Wenn Affirmationen etwas bringen, dann eine Menge Frust und enttäuschte Hoffnungen. Es mag ja den einen Lottogewinner geben unter den Millionen Affirmierenden. Aber wer kann beweisen, dass der nicht auch so gewonnen hätte?

Und warum sind wir so leicht verführbar für Konzepte, die uns suggerieren, dass alles möglich sei und wir nichts tun müssten, als fleißig das Gewünschte in der Vorstellung vorwegzunehmen?

#Ironie: on

Was genau machen wir eigentlich beim Affirmieren?

Wir stellen fest, etwas ist nicht so, wie wir es gerne hätten. Stellen uns vor, was wir stattdessen viel lieber hätten. Machen uns ein knackiges mentales Filmchen und formulieren zwei, drei kribbelnde Sätze, die genau das als Wahrheit hinstellen, von dem wir bestens wissen, dass es nicht stimmt.

Mit diesen geflügelten Worten reden wir dann gebetsmühlenartig auf unser wehrloses Unbewusstes ein, wie auf ein lahmendes Pferd.

Wäre Selbstbetrug strafbar, sollte auf Affirmationen die Höchststrafe stehen.

Und ich höre schon, wie mir eine Welle der Gegendarstellungen überzeugter Affirmationisten entgegen brandet.

Ist okay. Bei Kleinigkeiten scheinen Affis, wie sie liebevoll von mir genannt werden, ja auch zu funktionieren.

Wobei. wirklich? Hm …

Von eifrigen „The Secret“ Lesern höre ich immer wieder ähnliche Argumente:

„Da habe ich dann heftigst affirmiert, damit ein Parkplatz für mich frei ist und zack!, als ich einen brauchte, war einer frei. Klappt immer. Meistens“

Wow. Du siehst mich tief beeindruckt. Es war also ein Parkplatz frei.

Ehrlich jetzt? Das ist die Argumentation? Ich weiß nicht, wie es Dir geht oder wo Du wohnst. Aber ich habe in meinem Leben schon oft erlebt, dass ein Parkplatz für mich frei war, als ich einen gebraucht habe.

Ich habe sogar schon freie Parkplätze gefunden, als ich gar nicht mit dem Auto unterwegs war. Und ich schwöre beim Grab meines Meerschweinchens, ich habe nie um einen freien Parkplatz affirmiert. Trotzdem war manchmal einer frei.

Ist das nicht ungerecht?

Warum müssen einige für einen freien Parkplatz wie die Barbaren affirmieren und andere, bekommen einen zum Nulltarif?

Wo wir dabei sind: kann Parkplatz-Affirmieren schlechtes Parkplatz-Karma ausgleichen oder nicht? Was setzt sich durch? Schwierig.

Was ist in den Fällen passiert, als trotz glühenden Affirmierens kein Parkplatz frei wurde?

(okay, das ist unfair; nach drei Stunden wurde ja doch einer frei)

Hat da ein anderer effektiver drum affirmiert? Gibt es hier einen Affirmationswettbewerb um begrenzte Parkplatzressourcen? Im Sinne eines Affirmations-Darwinismus:

Überleben des stärksten Affirmanden?

Was, wenn der von beiden den Parkplatz bekommt, der nicht affirmiert hat? Das ist doch für den Affirmierenden ein Schlag ins Gesicht.

#Ironie: off

Warum Affirmationen oft mehr schaden als nützen

Du ahnst es bereits: mit Affirmationen habe ich ein Problem. Zumindest so, wie sie herkömmlich angepriesen werden.

Vieles, was ich dazu lese und höre, erinnert mich an den Soundtrack von Pippi Langstrumpf:

Ich mach‘ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt …

Klar. Wir alle haben ein Bedürfnis nach einfachen Lösungen, die nichts kosten aber alles verbessern. Wir alle wollen einfache Erklärungen für komplizierteste Zusammenhänge. Kann ich verstehen. Geht mir genauso.

Aber was ist das bitteschön für ein Ansatz, bei dem wir genau wissen, dass wir arm wie eine Kirchenmaus sind und uns dann in einer Endlosschleife einzureden angehalten werden:

„Ich bin reich. Ich bin steinreich. Ich bin ja so reich. Meine Güte, bin ich heute wieder reich. Und ich meine: so richtig reich. Danke…PS: Hatte ich schon erwähnt, wie fucking reich ich bin?“

So werden Affirmationen zum Gipfel der Selbstverarschung.

Wie viel blanken Hohn kann ein Mensch ertragen?

Warum erwarten wir allen Ernstes, dass es eine Instanz in uns gibt, die so dämlich ist, dass sie nicht merkt, wie wir uns belügen, aber gleichzeitig doch clever genug, um die Realität so für uns rumzuschubsen, dass unser Selbstbetrug wieder stimmt?

„Warte, ich mach‘ Dich schnell reich. Dann fällt’s nicht mehr auf, was Du da für einen Bullshit affirmierst.“

Versteh‘ mich bitte richtig. Ich will in keinster Weise jemanden angreifen, der seine Hoffnungen in Affirmationen setzt. Ich selbst habe das jahrelang getan . Mir geht es um die „Methode“.

Menschen haben die Tendenz, nach einfachen Lösungen zu suchen.

Da bin ich keine Ausnahme.

Unsere Bereitschaft, auch nach den abgehobensten Auswegen zu greifen und unsere gebündelten Hoffnungen in sie zu legen, wächst proportional zu unserer Not.

Schau Dir an, mit welch obskuren Machenschaften todkranken Menschen das letzte Geld aus der Tasche gezogen wird.

Wenn ich so etwas mitbekomme, kann ich frei nach Max Liebermann gar nicht genug (fr)essen, wie ich kotzen möchte!

Affirmationen triggern Selbstabwertungsschleifen

Am Ende kommt heraus: Wir sind trotz anhaltenden Affirmierens immer noch nicht steinreich, gesund, sonderlich beliebt, was auch immer.

Auch die Tante, auf deren Erbschaft wir so wild spekulieren, konnten wir durch Affirmationen immer noch nicht von einem verfrühten Ableben überzeugen (Vorsicht Falle: Mieses Karma droht!).

Das Ergebnis ist wieder mal eine Bestätigung unserer negativen Glaubenssätze.

Da beißt sich die Katze in den haarigen Schwanz.

Am Ende geht es den meisten schlechter als zuvor. Zurückgeblieben mit Frust und enttäuschter Hoffnung.

Affirmationen und Wahn – Auffällige Ähnlichkeiten

Nicht ganz bierernst gemeint, aber ich wollt’s hier trotzdem mal erwähnt haben:

Offizielle Definition von Wahn aus dem DocCheck flexikon:

„Unter Wahn subsumiert man die unkorrigierbare Falschbeurteilung der Wirklichkeit, die unbeeinflussbar von persönlichen Erfahrungen auftritt und an der mit absoluter subjektiver Gewissheit festgehalten wird. Die wahnhafte Überzeugung wird von Mitmenschen nicht geteilt und kann nicht nachvollzogen werden, da sie der Wirklichkeit widerspricht.“

Umgangssprachlich: Wir halten an etwas fest, das für alle anderen klar erkennbar völliger Schwachsinn ist und auch die besten Argumente oder Gegenbeweise vermögen uns nicht von diesem Irrsinn abzubringen.

So. Nun schauen wir uns nochmal kurz an, was wir da bei Affirmationen versuchen. Ich weiß ja nicht, wie es Dir geht. Mir fallen da auf Anhieb ein paar Ähnlichkeiten auf.

Der einzige Unterschied ist, dass der Affirmierende im Gegensatz zum Wahnkranken weiß, dass er affirmiert und dass es nicht wahr ist, was er sich da einredet. Deshalb funktioniert es ja auch nicht?!

Nun sagen einem die führenden Affirmations-Marktschreier jedoch, dass wir so lange affirmieren sollen, bis wir selbst keinen Zweifel mehr haben, dass das Affirmierte tatsächlich der Wahrheit entspricht.

Solange also, bis wir

„unbeeinflussbar von persönlichen Erfahrungen und mit absoluter subjektiver Gewissheit an etwas festhalten, das keiner unserer (nicht WAHNsinnigen) Mitmenschen teilen kann, da es der Wirklichkeit widerspricht“.

– oh, warte kurz. Stand das nicht weiter oben so ähnlich schon mal?

Ach ja, bei der Definition von Wahn.

Etwas auf die Spitze getrieben, gilt demnach:

Du bist erst dann erfolgreich im Affirmieren, wenn Du ein klinisch diagnostizierbares psychiatrisches Krankheitsbild (wahnhafte Störung – ICD 10, Kapitel F 22.0) bei Dir erzeugt hast.

Dann hast Du Dir auch wirklich das goldene Affirmations-Armbändchen verdient.

Herzlichen Glückwunsch! Sag‘ dann Bescheid, wo sie Dich weggeschlossen haben. Ich komm‘ vorbei und bringe Kekse mit.

Sorry. Bei dem Thema geht’s mit mir durch.

Alternativen zu Affirmationen

Bessere und vor allem realistischere Wege, etwas in Deinem Leben zu verändern, gibt es viele. Ich kann sie hier nicht alle aufzählen.

Wenn Du beispielsweise an der Veränderung einschränkender Glaubenssätze arbeiten, aus Selbstabwertungsschleifen aussteigen oder aus Deinem inneren Kritiker einen Verbündeten machen willst.

Zum Weiterlesen:

Egal, was Du machst, achte bitte auf eines:

Wenn Du etwas verändern willst, sieh zuerst klar hin, was ist.

Tue nicht so, als wäre nicht, was nicht sein soll. Es ist. Ob Du sagst, es sei nicht oder ob Du es anerkennst.

Die Wahrheit hat eine interessante Eigenschaft:

Sie kümmert sich nicht um unsere Meinung von ihr.

Erkenne an, was ist. Du musst es nicht gut finden. Wobei es auch nichts hilft, wenn Du es schlecht findest. Es ist einfach. Es ist Deine Ausgangsbasis. Der Ort, von dem aus Du Deine Reise beginnst.

Nimm an, was ist und dann – von mir aus – wähle etwas Anderes. Dafür ist es nicht nötig, dass Du das, was ist, ablehnst. Und erst recht nicht, dass Du so tust, als sei es nicht oder als sei etwas Anderes, das in Wahrheit nicht ist.

Zum Schluss

Leider wird der Begriff „Affirmationen“ recht schwammig gebraucht. Nicht jeder versteht darunter das Gleiche.

Der Text bezieht sich eindeutig NICHT auf Autosuggestionen, eine optimistische Lebenseinstellung oder Handlungsleitlinien fürs Unbewusste nach dem Motto:

„Es geht mir mit jedem Tag und in jeder Hinsicht besser und besser“

wie sie beispielsweise in der Autosuggestionsmethode nach Émile  Coué vorkommen.

Diese Methoden verleugnen nicht den Ist-Zustand, in dem die Dinge offensichtlich noch nicht so sind, wie wir sie gerne hätten, sondern arbeiten mit sinnvollen „Entwicklungswegen“ und sind prozesshaft formuliert. Ihr Ziel ist es, vom anerkannten Ist-Zustand zum erwünschten Soll-Zustand zu leiten und zwar im Rahmen dessen, was wir wirklich selbst beeinflussen können.

Auf unseren inneren Zustand können wir durch Autosuggestionen deutlich mehr Einfluss nehmen, als durch Affirmationen auf äußere Umstände.

Widerstehen wir der Verführung, durch solche Methoden in geistige Sphären zu flüchten, anstatt ganz pragmatisch die Dinge in unserem Leben anzupacken, die nach Veränderung verlangen. Auch wenn es unbequem ist. Gerade dort, wo es unbequem ist.

Wachstum findet immer außerhalb der Bequemlichkeitszone statt.

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Titel-Photo: pixabay.com
Lizenz: CCO Public Domain
Fotograf: tpsdave

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5 KOMMENTARE

  1. Hi Andreas,

    uff 😀 Sehr polarisierend, aber das sollte wohl der Zaun sein, um ihn ja nicht zu übersehen.

    Vorweg: Ich habe „The Secret“ nicht gelesen, auch wenn ich die gesamte Reihe hier habe. Ich kam über das schicke Cover nicht hinaus, aber ein, zwei Sachen möchte ich gern kommentieren, als eher psychologisch, gehirnforschungsorientierte und relativierende Komponente, auch wenn mich Parkplätze noch nie interessiert haben.
    Es gibt ja weit mehr affirmative Leitsätze, die man nutzen kann, als die, die die bloßen Wunschträume ausdrücken. Ginge man mal von dem Gedanken des großen Geldes weg, hin zu einer positivierenden Lebenseinstellung, die einem aufgrund von deprimierenden, trauernden, ängstlichen Umständen gerade eher fehlt, können Affirmationen wie „Es gibt zu jedem Problem eine Lösung.“ oder „Heute wird ein guter Tag.“ durchaus eine Veränderung im Gehirn bewirken. Als Coach weißt du das sicher, aber es ist in meinen Augen missverständlich bzw. eher einseitig betrachtet, wenn man sagt, Affirmationen würden nichts nützen, sondern sogar das Gegenteil bewirken. Ich denke da an die genauso polarisierte Seite von psychologischen Störungsbildern im Sinne von Depression, Anpassungsstörungen und Angststörungen, ja gar Panik. Wenn sich ein Mensch auf der Kippe zwischen „Ich schaff das!“ und „Ja, es ist alles Scheiße!“ jeden Tag für eine ehrliche Betrachtung entschiede, würde er zwangsläufig seine neuronalen Verbindungen auch in die pessimistische Richtung zwingen. Umgekehrt funktioniert es verhaltenstherapeutisch doch deutlich besser, sich zu sagen, dass – ganz affirmativ – heute ein besserer Tag wird als gestern. Hoffnung als Leitfaden kann nie verkehrt sein, sonst würde die gesamte Welt ja total im bodenlosen Loch versinken.
    Mich hätten tatsächlich mal die Alternativen zu Affirmationen interessiert. Denn deine genannten Artikel (so wahnsinnig gut, wie sie auch sind!), bedürfen schon einer Menge Einsicht und vor allem Kraft wie auch Wille zum „Sich verstehen und dann aber auch ändern“. Solche zu verändernden Verhaltensweisen geschehen ja nicht einfach so, über Nacht. Das wäre zu schön, denn dann könnten wir sie ja genauso schnell wieder loswerden. Unser Ego ist so hart und lange aufgebaut worden, dass stumpfe und einfache, positive Affirmationen, wie sie auch beim Autogenen Training, bewiesenermaßen, wirken, doch wenigstens ein erster Schritt sein könnten, an sich zu glauben und sein Leben in die Hand zu nehmen, auch wenn der Tag dann doch suboptimal verläuft…

    Liebste Grüße,
    Janett

    • Hallo Janet,

      ich sehe, da hat sich jemand mit dem Thema auseinandergesetzt. 🙂

      Eins vorab – wir sollten hier klar die Definitionen trennen. Das, was Du als positiv genannt hast – da habe ich überhaupt keine Einwände. Das Problem hier ist, wie so oft, dass die Begriffe inflationär gebaucht werden. Was Du beschrieben hast und was ich ebenso als nützlich empfinde, sind teilweise – siehe AT – posthypnotische Suggestionen. Mir fehlt leider die Zeit, um hier ausführlich einzusteigen.

      Wenn wir die allgemeinen begrifflichen Verwirrungen mal außen vor lassen, ging es mir mit dem Artikel um eine bestimmte Art von „Affirmationen“. Nämlich die, die etwas offensichtlich Wahres leugnen. Was Du beschrieben hast, geht eher in Richtung Änderung der Tendenz und Ausrichtung der Gedanken in eine positivere und hoffnungsvollere Richtung. Da bin ich großer Fan. Dafür ist es auch nicht nötig, die momentane Wirklichkeit illusorisch zu verkennen. Wenn ich mir beispielsweise sage (ich schreibe bewusst nicht „affirmiere“): „Am heutigen Tag möchte ich alles, was mir begegnet und was ich normalerweise als Problem ansehen würde, als Herausforderung und Wachstumsimpuls nehmen und mich darum bemühen, darin einen guten Kern zu entdecken.“ oder dergleichen, ist dies höchst sinnvoll. Es zeigt eine Tendenz und Verhaltensmaxime auf und macht Hoffnung. Nichts dagegen, im Gegenteil.

      Wenn ich aber anfange mir zu sagen: „Ich bin glücklich damit, wie mein Ex-Mann mir das Kindergeld für unseren gemeinsamen Sohn vorenthält“ (Es macht mir NICHTS aus, darf man ja nicht sagen – Du weißt, warum 😉 ), dann lüge ich mir in die Tasche, wenn es nicht so ist. Genau auf diese Art „Affirmationen“ zielt mein Artikel ab.

      Wenn ich die gleiche Situation nehmen würde und mir selbst sagen: „Ich erkenne an, dass es mir momentan noch etwas ausmacht, dass mein Ex-Mann sich so verhält. Gleichzeitig bemühe ich mich jedoch nach einer Lösung und versuche, auch in seinem Verhalten etwas zu finden, das ich für mich konstruktiv nutzen kann.“ Dann könnte als Ergebnis beispielsweise ein Reframing herauskommen, bei dem die Situation mit dem Ex als „Training in Gelassenheit und Urvertrauen“ gewertet wird und vielleicht hilft sie so, spätere Situationen im Leben besser zu meistern.

      Das ist jetzt nur ein Beispiel, nicht mal ein Gutes. 🙂

      Kurzum: Ich bin kein Fan davon, offensichtliche Wirklichkeit zu leugnen wie bei einer erzwungenen negativen Halluzination. Ich bin aber ein großer Fan davon, die Wirklichkeit so anzunehmen, wie sie ist und von dort, wo ich stehe aus, nach besseren Wegen zu trachten. Dafür ist es nämlich nicht im Geringsten nötig und nicht mal sinnvoll, mir selbst was vorzumachen.

      Weißt Du, was ich damit meine?

      Liebe Grüße,
      Andreas

  2. Hallöchen,
    ich dachte immer das jeder den Unterschied zwischen Affirmation und sich positiv beeinflussen selber erkennt und ein Gefühl dafür hat. Aber dann viel mir ein das ich mir auch schon öfter Gedanken darüber gemacht habe ob das positive Beeinflussen, was ich zb bei Angst versuche, gut ist und funktioniert oder ob es besser wäre anzuerkennen das mir gewisse Situationen Angst machen und ich damit rechnen muss das mir übel wird und ich vielleicht sogar brechen muss.Obwohl da auch gewisse Körperlichkeiten noch eine Rolle spielen.
    Ich denke da muss jeder für sich ein Gefühl entwickeln was gut für ihn ist aber sowas wie Parkplätze oder andere überzogene Sachen sind doch völlig platt.
    Mir hat man mal das Ganser-Syndrom diagnostiziert und das nicht weil ich mir eingeredet habe das ich einen Parkplatz finde sondern weil ich meine „Welten“ gut spiegeln kann.

    lG dat Mayon

  3. Total spannendest Thema! Affirmation triggern gerne ein negatives Gefühl und das Gefühle ist sehr bedeutsam. So kann es nicht funktionieren eine Affirmation im Badezimmer aufzuhängen und zu sagen “ blabla“ zu machen.

    Um eine Plateau zu durchbrechen können Affirmationen bei klarer Anwendung hilfreich sein.

    Und trotzdem bleibt der Gedanke „ Wer wärst du ohne diesem Gedanken“.

    • Hallo Matthias,

      vielen Dank. 🙂

      Die Frage „Wer wärst du ohne diesen Gedanken“ ist eine Frage, die Byron Katie auch sehr interessieren könnte 😉

      Liebe Grüße,
      Andreas

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